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Krummhörn - Gäste schlafen auch in Butzen

Vielfältige Angebotspalette: Urlaubsquartiere in alter ostfriesischer Lebensqualität oder hochmodern. Die Preis-Kategorien reichen von 20 bis 140 Mark pro Übernachtung mit Frühstück.

Die Familie Schuldt wusste ganz genau, dass sie Ihren Urlaub in diesem Jahr in der Krummhörn verbringen wollte. Ebenso sicher waren die Hamburger in der Wahl ihres Quartiers. Es sollte etwas Außergewöhnliches sein, wie eigentlich immer, wenn die Schuldts Ferien machen. Dass man sich schließlich für das kleine Ferienhaus mit dem Namen "Oma Elskes Huus" in Groothusen entschied, wundert nicht, bekommt der Gast dort noch alte ostfriesische Lebensqualität mit Stangenofen und Butzen geboten.

Natürlich repräsentieren die Schuldts nicht die Mehrheit der Urlauber, die zwischen Loquard und Grimersum die "schönsten Tage" des Jahres verbringen. Aber das Angebot an Feriendomizilen in der Krummhörn ist so umfangreich, dass für jeden Geschmack und natürlich auch für jeden Geldbeutel etwas dabei ist. Die Preisspanne reicht von knapp 20 Mark für ein Quartier in einer Privatpension mit Etagen-Dusche bis 140 Mark für ein Zimmer in einem Hotel der höheren Kategorie - jeweils mit Frühstück. Ferienwohnungen und Ferienhäuser sind bereits ab 45 Mark pro Tag zu mieten.

Nicht sonderlich beliebt sind Zimmer mit Etagen-Duschen, wie Karin Tammen von der Fremdenverkehrs GmbH Krummhörn-Greetsiel weiß. "Die Buchungen für solche Häuser sind natürlich entsprechend gering", so Tammen. Die Vermieter hätten sich in den vergangenen Jahren aber auf die veränderten Wünsche ihrer Gäste eingestellt, fügt sie hinzu. "Die meisten haben etwas unternommen, um den Wünschen entgegenzukommen und müssen sich keine Sorgen machen."

Unterstützt werden die Vermieter in ihren Bemühungen, das Ambiente der Quartiere zu verbessern, auch von der Fremdenverkehrs GmbH.

Regelmäßige Schulungen sollen helfen, die "Service-Qualität im Tourismus" zu verbessern. Ein weiteres Pfund, mit dem man wuchern könne, sei die Einstufung der Krummhörner Ferien-Domizile gemäß der Touristischen-Informationsnorm des Deutschen Fremdenverkehrsverbandes. Es handele sich um das bewährte Sternesystem.

"Das hat sich bei uns voll bewährt", sagt Ludger Kalkhof, Geschäftsführer der Fremdenverkehrs- gesellschaft Krummhörn-Greetsiel. Seiner Meinung nach hätten viele Vermieter in ihre Quartiere investiert, um möglichst viele Sterne zu erhalten.

bj

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